Wordpress-Installation leicht gemacht

Die Installation von Wordpress ist im Grunde recht einfach und kann bei guter Vorbereitung von jedem selbst erledigt werden. Auch, wenn Du zum Beispiel nicht viel Erfahrung im Webdesign oder mit Webservern hast.

Voraussetzungen für die Installation von Wordpress

Um Wordpress zu installieren, brauchst Du folgendes:

Eigener Webserver bzw. gemieteter Webspace

Diese Anleitung ist für all diejenigen gedacht, die ihr Wordpress selbst hosten möchten. Daher benötigst Du natürlich einen "Platz im World Wide Web", an dem Du Dein Wordpress lagern kannst. Das kann ein eigener Server sein, in den allermeisten Fällen - vor allem, wenn Du gerade erst anfängst - genügt ein gemieteter Webspace vollkommen.

Achte beim Anmieten Deines Webspaces darauf, dass Du mindestens eine MySQL-Datenbank mitbuchst bzw. im Webspace-Paket enthalten ist. Bekannte deutsche Webspace-Anbieter sind z.B. 1&1 oder HostEurope. Ich habe äußerst gute Erfahrungen mit Artfiles aus Hamburg gemacht. Dort bin ich seit 2002 Kunde und vor allem mit dem Support und dem Administrationstool sehr zufrieden.

Wenn Du Dir nicht sicher bist, was der richtige Webspace für Dich ist, helfe ich Dir gern.

MySQL-Zugangsdaten

Wie oben schon erwähnt, brauchst Du eine MySQL-Datenbank. In dieser Datenbank werden alle Seiten, Beiträge, Kommentare und Optionen von Wordpress gespeichert. Für die Installation solltest Du folgende Zugangsdaten bereit halten:

  • Datenbank-Server (häufig localhost)
  • Datenbank-Benutzername
  • Datenbank-Passwort
  • Datenbank-Name

Diese Daten erhältst Du in der Regel, wenn Du im Administrationsbereich Deines Webspaces eine neue Datenbank anlegst. Dort in der Hilfe-Sektion wirst Du vermutlich eine Anleitung finden, die Dir hilft, falls Du Probleme beim Einrichten der Datenbank hast.

FTP-Programm und -Zugangsdaten

Die Wordpress-Dateien müssen irgendwie auf Deinen Webspace kommen, also hochgeladen werden. Das funktioniert am einfachsten über ein FTP-Programm. Empfehlenswert ist z.B. das kostenlose Cyberduck für Windows oder Mac. Ich persönlich benutze Transmit, das aber nicht kostenlos ist.

Um Dich mit Deinem Server bzw. Webspace zu verbinden, brauchst Du natürlich Zugangsdaten. Die erhältst Du in der Regel ebenfalls von Deinem Webhoster.

Schritt 1: Wordpress herunterladen

Und dann kann es auch schon losgehen! Zuerst musst Du die aktuelle Wordpress-Version von der Wordpress-Website herunterladen.

Gehe dazu auf https://de.wordpress.org/. Klicke dann auf den Button Wordpress x.x.x herunterladen. Als ich diesen Artikel geschrieben habe, war gerade Version 4.5.3 aktuell. Jetzt wird eine ZIP-Datei auf Deinen Rechner heruntergeladen.

Klicke auf den blauen Button „WordPress 4.5.3 herunterladen“. Anschließend wird die WordPress-Zip-Datei auf Deinem Rechner gespeichert.
Klicke auf den blauen Button „WordPress 4.5.3 herunterladen“. Anschließend wird die WordPress-Zip-Datei auf Deinem Rechner gespeichert.

Schritt 2: Wordpress auf Deinen Webspace hochladen

Öffne nach dem Download den Ordner, in dem sich diese ZIP-Datei befindet und entpacke sie. Jetzt sollte sich an derselben Stelle ein Ordner mit dem Namen wordpress befinden. Öffne diesen Ordner.

Die Inhalte dieses Ordners müssen nun in das Hauptverzeichnis Deines Webspaces hochgeladen werden. Welcher Ordner das Hauptverzeichnis ist, ist von Webhoster zu Webhoster unterschiedlich. Falls Du Dir nicht sicher bist, wohin Du die Dateien hochladen musst, studiere die Hilfe Deines Webhosters oder schreibe mir eine kurze Nachricht.

Die Dateien aus dem wordpress-Ordner müssen auf den Webspace hochgeladen werden.
Die Dateien aus dem wordpress-Ordner müssen auf den Webspace hochgeladen werden.

Hinweis: Es gibt Webhoster, die spezielle Wordpress-Hostings anbieten. Damit kannst Du die Schritte 1 und 2 überspringen. Mit diesen Wordpress-Hostings habe ich bislang noch keine Erfahrung gemacht, da ich als Webentwickler möglichst viele Freiheiten haben möchte. Wenn Dir das ganze mit FTP hier und MySQL da zu kompex ist, kannst Du natürlich auf so ein spezielles Hosting für Wordpress zurückgreifen. Möglicherweise schränkt man sich dann aber in der Zukunft zu sehr ein.

Schritt 3: Installation vorbereiten

Sobald das Hochladen aller Wordpress-Dateien abgeschlossen ist, kannst Du mit der eigentlichen Installation beginnen.

Öffne dazu einen Internetbrowser Deiner Wahl (z.B. Chrome, Firefox, Opera oder Safari) und rufe Deine Webadresse bzw. Deine Domain auf. Die Domain hast Du Dir bei der Registrierung Deines Webspaces ausgesucht.

Wenn beim Upload alles richtig funktioniert hat, öffnet sich jetzt eine grau-weiße Wordpress-Seite mit einem Begrüßungstext. Hier findest Du auch noch einmal den Hinweis bzgl. der Zugangsdaten für die Datenbanken, wie oben beschrieben.

Der Begrüßungsbildschirm für die Wordpress-Installation. Klicke auf "Los geht's!"
Der Begrüßungsbildschirm für die Wordpress-Installation. Klicke auf "Los geht's!"

Hinweis: Auf dem Screenshot steht oben in der Adressezeile http://localhost/wordpress_installation/wp-admin/setup-config.php, weil ich die Installation auf meinem lokalen Server vornehme. Bei Dir sollte etwas stehen wie http://www.meine-domain.de/wp-admin/setup-config.php.

Klicke auf Los geht's!

Jetzt wird es Zeit, die Datenbank-Informationen einzugeben. Die einzelnen Felder sind auf der Installationsseite gut beschrieben.

Das Feld Tabellen-Präfix kannst Du ignorieren und auf dem Standardwert wp_ lassen, wenn Du Wordpress nur einmal auf diesem Blog bzw. in dieser Datenbank installierst. Das Feld Tabellen-Präfix ist erst interessant, wenn Du später vielleicht mal einen zweiten Blog einrichten möchtest.

Klicke nun auf Absenden.

 Gib hier die Zugangsdaten für Deine MySQL-Datenbank ein. Das Feld "Tabellen-Präfix" kannst Du so lassen, wenn das der erste und einzige Blog ist, den Du installierst.
Gib hier die Zugangsdaten für Deine MySQL-Datenbank ein. Das Feld "Tabellen-Präfix" kannst Du so lassen, wenn das der erste und einzige Blog ist, den Du installierst.

Wenn Wordpress eine Verbindung mit Deiner Datenbank herstellen konnte, erscheint eine entsprechende Erfolgsmeldung (siehe Screenshot unten).

Falls keine Verbindung mit der Datenbank hergestellt werden konnte, erscheint eine entsprechende Fehlermeldung. Dort findest Du wichtige Hinweise, woran die Verbindung gescheitert sein könnte. Falls der Fehler dauerhaft auftritt, nimm am besten Kontakt zu Deinem Webhoster auf, um serverseitige Fehlerquellen und fehlerhafte Zugangsdaten auszuschließen.

Wenn die Datenbankverbindung funktioniert hat, klicke auf Installation ausführen.

Wenn alles geklappt hat, erscheint diese Meldung. Jetzt kannst Du mit der eigentlichen Installation beginnen.
Wenn alles geklappt hat, erscheint diese Meldung. Jetzt kannst Du mit der eigentlichen Installation beginnen.

Schritt 4: Informationen über Deinen Blog eingeben

Jetzt braucht Wordpress noch ein paar Informationen über Dich und Deinen Blog.

Gib im Feld Titel der Website den Namen Deines Blogs ein, z.B. Babaras bemerkenswerter Blog. Sinnvoller ist es natürlich, dem Blog einen einprägsamen und aussagekräftigen Namen zu geben.

Mit dem Benutzernamen meldest Du Dich in Zukunft immer im Administrationsbereich Deines Blogs ein, um Beiträge zu schreiben oder Änderungen vorzunehmen.

Wichtig: Der Benutzername muss nicht zwingend der Name sein, der als Autor unter Deinen Blogposts angezeigt wird. Den Anzeigenamen kannst Du später selbst vergeben.

Die Wordpress-Installation schlägt Dir bereits ein kompliziertes, aber sicheres Passwort vor. Du kannst auch ein eigenes Passwort verwenden, solltest dann aber darauf achten, dass Du ein sicheres Passwort verwendest. Was ein sicheres Passwort ausmacht, habe ich hier beschrieben.

Gib anschließend Deine E-Mail-Adresse ein. Überprüfe unbedingt, dass diese E-Mail-Adresse korrekt ist, denn an diese Adresse werden sämtliche Informationen zu Aktualisierungen, neuen Kommentaren und allem, was Deinen Blog betrifft, gesendet. Außerdem brauchst Du die E-Mail-Adresse, falls Du mal Dein Passwort vergessen solltest.

Möchtest Du, dass Dein Blog von Suchmaschinen besucht und indexiert werden können, dann brauchst Du bei Sichtbarkeit für Suchmaschinen nichts ändern. Sollen Suchmaschinen Deinen Blog nicht aufnehmen, dann setze hier den Haken. Beachte aber, dass die letztendliche Entscheidung über das Indexieren Deines Blogs immer bei den Suchmaschinen selbst liegt und "Dein Verbot" im Grunde nur eine Empfehlung für Suchmaschinen ist.

Jetzt noch ein paar letzte Informationen über Dich und Deinen Blog eingeben - und dann geht's endlich mit der Installation los!
Jetzt noch ein paar letzte Informationen über Dich und Deinen Blog eingeben - und dann geht's endlich mit der Installation los!

Schritt 5: Endlich kann die Installation losgehen!

Jetzt endlich geht es los! Wordpress hat alle Informationen zusammengesammelt, die für die Installation Deines Blogs notwendig sind.

Klicke auf WordPress installieren und Wordpress übernimmt ab hier den Rest.

Wenige Sekunden (manchmal auf Millisekunden) später ist alles auch schon wieder vorbei. Wenn alles geklappt hat, bekommst Du eine entsprechende Erfolgsmeldung.

Wenn Du jetzt diesen Bildschirm siehst, war Deine Wordpress-Installation erfolgreich und Du kannst mit Deinem neuen Blog loslegen!
Wenn Du jetzt diesen Bildschirm siehst, war Deine Wordpress-Installation erfolgreich und Du kannst mit Deinem neuen Blog loslegen!

Schritt 6: Im Adminbereich anmelden

Herzlichen Glückwunsch, Deine Blog-Installation ist nun abgeschlossen!

Klicke auf den Button Anmelden. Jetzt kannst Du Dich im Administrationsbereich mit Deinen eben vergebenen Zugangsdaten einloggen. Den Adminbereich Deines Blogs findest Du ab sofort auch unter der Adresse http://www.deine-blog-adresse.de/wp-admin/